Weshalb ist das HIIT Training nicht immer die beste Wahl?

Auch wenn das HIIT Training (High Intensity Interval Training) bei vielen von uns gute Ergebnisse bringt, so ist es doch nicht immer die beste Trainingsmodule wenn die Ernährung und das aktuelle Trainingsprogramm diese Trainingsform nicht unterstützen. Lese doch einfach diesen Artikel über das HIIT Training und checke, ob dieses Trainingssystem für dich geeignet ist.

Muskelaufbau durch mehr Trainingsintensität

Artikel Zusammenfassung:

Das HIIT Training kann sehr schwierig sein, wenn Du schlecht auf die Intensität dieser Trainingsform eingestellt bist. Es gibt zum Beispiel viele Sportler die den Fehler machen, das HIIT Training einzubauen, wenn sie noch nicht wieder ausreichend nach Verletzungen oder Erkrankungen regeneriert sind. Man kommt so schnell in ein Stadium des Übertrainings ohne es richtig zu realisieren.

Aus welchen Gründen solltest Du auf das HIIT Training verzichten?
Wenn du auf der Suche nach den besten Methoden für eine schnelle Körperfett Verbrennung warst, dann gibt es keinen Zweifel, dass Du auch schon einmal über das High Intensity Interval Training gestolpert bist. Einfach gesagt, HIIT ist für viele Trainer die bevorzugte Methode für Leute, die einen sehr niedrigen Körperfettanteil erreichen wollen.

Angepriesen mit den positiven Einflüssen auf den Stoffwechsel und die Rekordzeit in der man wieder aus dem Studio heraus kommt, gibt es mittlerweile immer mehr Sportler, die dieses hoch intensive Intervalltraining austesten. Aber, ist das HIIT wirklich die Trainingsform die die Slogans beschreiben? Nach allem, es handelt sich nicht gerade um einen Sonntagsspaziergang. Wenn Du schon jemals das HIIT selbst ausprobiert hast, dann wirst Du festgestellt haben das diese Art von Training Dich richtig, richtig fertig macht. Tatsächlich fühlst Du Dich nach einer Trainingseinheit oft so, als ob alles Leben aus Deinem Körper gewichen wäre und Du nur noch den einen Wunsch hast, Dich auf den Boden zu legen, im Embryo Stellung zusammen zu rollen und abzuwarten, bis der Körper sich erholt hat.

Es gibt keinen Zweifel, das High Intensity Interval Training ist eine der härtesten Trainingsformen im Kraftsportbereich.

Ist es die Schmerzen wert?
Die Wahrheit ist, dass es eine Reihe an Situationen gibt, bei denen das HIIT wahrscheinlich nicht die beste Wahl ist. Wenn du dies beherzigst, dann bekommst Du eine bessere Vorstellung davon, ob diese Trainingsform in Deinen aktuellen Trainingsplan hineinpasst.

Lasst uns jetzt ein paar Hauptfaktoren betrachten, die Du berücksichtigen musst.

1. Dein aktueller Ernährungsplan:
Als Erstes solltest Du schauen, wie Dein aktueller Ernährungsplan aussieht und ob dieser geeignet ist, das Optimum aus dem HIIT Training heraus zu holen. Wenn Du jemand bist der schon wochenlang keine Scheibe Brot, oder andere Formen an Kohlenhydraten zu sich genommen hat, dann könnte das HIIT in einem Disaster enden. Nicht nur das Du dann provoziert, fettfreie Muskelmasse zu verlieren, die Chancen stehen auch nicht schlecht, dass Du das Training gar nicht durchstehst.

Du kannst dann ganz einfach nicht in der Intensität trainieren, wie sie für das HIIT erforderlich ist. Ohne ausreichend Glykogen in Deinem Körper und die Zufuhr von Kohlenhydraten von außen, hast Du keine Ressourcen, auf die der Körper beim Training zurückgreifen kann.

Selbst wer nicht gerade eine strenge Low Carb Diät macht, sondern die Kohlenhydrate nur moderat reduziert hat, sollte vorsichtig sein. Wenn die Kalorienzufuhr und vor allem die Kohlenhydratzufuhr sehr niedrig ist, kannst Du Probleme bekommen. Denke daran, so gerne Du auch das Körperfett wegtrainieren möchtest, so limitiert bist Du auch durch den “Treibstoff” mit dem Du Dich selbst fütterst. Genauso wie Du Dein Auto nicht ohne ausreichend Sprit im Tank fahren solltest, solltest Du auch bei den Trainingseinheiten nicht zu weit gehen, ohne ausreichend Energie.

Ein HIIT Training ohne ausreichend Glykogen ist so, als ob Du Deinen Tank beim Auto mit Pepsi füllen würdest und versuchen würdest, damit zu fahren. Da passiert dann nämlich auch nichts.

2. Das Volumen und die Intensität Deiner Krafttrainingseinheiten
Du solltest außerdem überlegen ob das HIIT Training eine gute Wahl ist, wenn Du Deine aktuellen Krafttrainingseinheiten anschaust. Einer der größten Fehler der immer wieder von Sportlern gemacht wird, Sie gehen ins Studio, machen vier super schwere Trainingseinheiten mit hohem Volumen und versuchen dann noch zwei weitere Trainingseinheiten HIIT Cardio Training an ihren trainingsfreien Tagen einzubauen und noch weitere 2 HIIT Einheiten später am Tag nach dem Oberkörpertraining.

Das ist dann der beste Weg das ZNS über zu strapazieren. Dein zentrales Nervensystem kann nur ein bestimmtes Intensitätslevel verkraften. Sobald dieses überschritten wird, egal mit welcher Art Training, hat das negative Auswirkungen. Das ist der Grund weshalb Du Dich an manchen Tagen kraftlos fühlst, wenn Du zum Beispiel ein hartes Rückentraining machst und den Tag davor die Beine intensiv trainiert hast.

Vielen Bodybuildern ist nicht klar warum dies passiert– die Rückenmuskulatur hatte etwa drei Tage Zeit zur Regeneration, weshalb fehlt die Kraft? In der Tat ist es nicht die Rückenmuskulatur selbst die noch ermüdet ist, es ist das ZNS (zentrale Nervensystem). Das Zentralnervensystem ist mitentscheidend für die optimale Kraftentfaltung und wenn dieser Part nicht funktioniert, dann kommst Du auch nicht an Deine Maximalbelastung heran.

Kommen wir zurück auf das HIIT Training; es ist für das ZNS 10x belastender als eine schöne, moderate Cardioeinheit. Wenn Du also Krafttrainingseinheiten mit hohem Volumen 4x und mehr pro Woche machen willst, musst Du Dich fragen ob Du genug “Saft” im Tank hast, um die HIIT Einheiten durchzustehen.

Die meisten Leute werden das nicht haben und so schnell in ein Stadium des Ãœbertrainings gelangen, mit allen negativen Effekten für den Muskelaufbau.

3. Deine primären Trainingsziele
Was Du noch beachten musst, wenn Du überlegst das HIIT Training in Deinen Trainingsplan zu integrieren, sind Deine primären Trainingsziele. Wenn Du jemand bist der vorrangig seine anaerobe Leistungsfähigkeit verbessern möchte, die Schnelligkeit und allgemein die Figur, dann ist das HIIT Training eine gute Wahl.

Das HIIT ist schon eine sehr spezielle Trainingsform die aber definitiv bei den oben genannten Trainingszielen genutzt werden kann.

Wer aber auf der anderen Seite in erster Linie den Körperfettanteil reduzieren möchte, der sollte noch einmal darüber nachdenken, ob diese Trainingsform dafür passend ist. Erinnere Dich daran, bei der Körperfettreduzierung ist eine entsprechende Diät der wichtigste Erfolgsfaktor. Hier ist es wesentlich wichtiger darauf zu achten, dass man die Kalorienaufnahme unter Kontrolle bekommt. Das ist deutlich effektiver, als zu versuchen mit massiver Kalorienverbrennung durch hochintensive Trainingseinheiten den Körperfettanteil zu reduzieren.

Alles was das HIIT dann bewirkt ist ein Verlust an Kraft beim Gewichtstraining und maximal eine mittelmäßige Gesamttrainingsleistung. Wenn das primäre Ziel die Körperfett Reduzierung ist, sollte in der Reihenfolge der Wichtigkeit die Ernährung, gefolgt von Workouts mit Gewichten und dann erst das Cardiotraining kommen.

Der Versuch einen massiven “Post Workout Calorie Burn” (also einen erhöhten Kalorienverbrauch nach dem Training) durch das HIIT Training zu bewirken, um möglichst viel Fett zu verbrennen, macht es sehr schwer, eine optimale Ernährung aufrecht zu erhalten, aufgrund eines deutlich höheren Hungergefühls.

2. Die Fähigkeit zur schnelleren Regeneration.
Der letzte wichtige Faktor den Du bedenken solltest ist ganz simpel die Fähigkeit zu regenerieren. Wenn Du bereits weißt das Du Dich eher schlecht nach harten Trainingseinheiten erholst, dann ist das HIIT Training die eher schlechte Wahl.

Auf der anderen Seite; wenn Du weißt das Du schnell regenerierst, kannst Du das HIIT durchaus in den Trainingsplan integrieren.Du weißt besser als jeder andere was Dein Körper tolerieren kann, Du solltest aber bei der Einschätzung ehrlich zu Dir selbst sein. Viele Sportler haben die Tendenz sich stärker zu pushen als das gut für sie ist und können so in ein Stadium des Ãœbertrainings kommen, ohne es schnell genug zu realisieren.

Denke daran das ausreichend Ruhe ein wichtiger Faktor für den Trainingserfolg ist — noch eher wenn das Trainingsziel die Fettverbrennung ist — Du solltest also die Reaktion Deines Körpers gut beobachten. Dein Verstand sagt zwar vielleicht Push, Push, Push, aber wenn der Körper signalisiert einen Gang zurück zu schalten, solltest Du besser auf den Körper hören.

Das waren einige wichtige Gründe das HIIT Training nicht zu nutzen. Du liest und hörst immer nur weshalb das HIIT das Mittel zum Ziel ist, Du solltest aber bedenken das in vielen Fällen diese Trainingsform nicht die empfehlenswerteste ist. Du solltest Deine ganz spezielle Situation abklären um dann zu entscheiden ob das HIIT Training für Dich geeignet ist.

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